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LiveTalk im Radio Studio Bern

16. Dezember 2012

Am 4. Dezember 2012 fand der erste LiveTalk nach dem "Award für Marketing + Architektur" 2012 statt. Die interessierten Gäste lauschten dem spannenden Gespräch, in dem vier verschiedene Charaktere ihre Sicht auf den Um- und Neubau des Radio Studio Bern (SRF Schweizer Radio und Fernsehen) preisgaben. Vor der Talkrunde durften die Besucher das Gebäude in einer geführten Besichtigung von nahe betrachten. Nach der Diskussion fand ein Networking-Apéro statt.


Verschiedene Meinungen, Kostendruck und nachträgliche Veränderungen
Dass während der Planung und dem Bau einige Hürten zu meistern waren und auch heute noch kontrovers über kleinere und grössere Details diskutiert wird, war aus der Talk-Runde gut herauszuhören. Bezeichnenderweise wurde im Saal, in dem der Talk stattfand, nachträglich der Boden umgefärbt. Anfangs als schneeweisser Raum gedacht, wurde der Boden in rot umgestaltet.

Colette Gradwohl, die als eine der Initiantinnen für den Um- und Neubau gilt und das Gebäude das erste Mal seit ihrem Abgang (vor dem Baustart) wieder betrat, war mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Der Architekt Rolf Mühlethaler schaffte dank präzisen Eingriffen grossflächige und zusammenhängende Produktionsebenen. Die turmartige Architektur des Neubaus entspricht der Tradition der eigenwilligen Eckbauten am Platz. Peter Brandenberger, Redaktionsleiter Regional-Redaktion BE FR VS und Mitglied des Bauaussschusses, betonte die Schwierigkeiten des Umbaus während des laufenden Betriebs. Für Christian Aliesch, Leiter Baumanagement SRG SSR, stand die Funktionalität des Um- und Neubau im Vordergrund. Zudem war der Kostendruck aus seiner Sicht gross, da SRF von öffentlichen Geldern abhängig ist.

Christian Aliesch betonte, dass bei der SRG SSR kein allgemein gütliges Corporate Architecture-Handbuch geplant sei. Dies sei aufgrund der Verpflichtung gegenüber dem Gebührenzahler nicht angebracht. Colette Gradwohl widersprach und meinte, dass eben auch, oder vor allem, eine öffentliche Institution wie die SRG SSR, ihre Qualität auch in den Gebäuden ausdrücken dürfe. Abschliessend wurde vom Moderator Urs Bratschi angemerkt, dass Corporate Architecture nicht teurer als normale Architektur sein müsse, wie viele Beispiel bereits eindrücklich bewiesen haben.